Montag, 14. November 2011

Review Fallen Empires

Eigentlich darf man es gar nicht erzählen...wenn man Freitag ab 12.00 Uhr auf den Postboten lauert und von Stunde zu Stunde gegenüber diesem gröbere Mordgedanken schmiedet, weil er die Snow Patrol CD nicht bringt, könnte man vielleicht als krank eingestuft werden. Ich habe meinen Aussichtsposten am Fenster dann um 17.00 Uhr aufgegeben und bin endlich zum Einkaufen gefahren - ja, klar dass bei Rückkehr dann endlich das Teil da war, ich hätte halt gleich Mittag fahren sollen!

Auf meinem Weg nach Vaterstetten am Samstag lief das Werk dann endlich im CD Player rauf und runter und hier meine Gedanken hierzu, mir egal, obs wen interessiert oder nicht.

I'll never let go

Ich hab es zwar Gary's Stimme lieber ohne Verzerrung, aber es ist okay in dem Song. Der Song ist mehr als okay. Ich liebe ihn. Der perfekte Einstieg in das Album. Rockt. Und ich wünschte, dass es nach dem letzten Teil mit den "abgewürgten" Drums noch weiterginge...


Called Out in the Dark

Höre ich jetzt schon seit Monaten dank vorher entkoppelter EP und hat mir von Anfang an gefallen. Nicht Snow Patrol typisch, ein Popsong. Na und? Geht ins Ohr, es schaffen sogar Radiosender, ihn zu spielen und die Message kommt klar und deutlich: "This is your time, this is your life!"


The Weight of Love

Hat sich in kürzester Zeit zu meinem Lieblingssong entwickelt. Der Beat gefällt und die Lyrics sowieso... Der Chor ist spitze. Annähernd erinnert mich der Refrain an Sisters of Mercy oder ähnliches, nicht der Text natürlich, der Sound.

"And you love the little signs of life, you love it when we loose our minds.
You love these little wars of words, you love it when they call your name, your name "


This Isn't Everything you are

Ja. Total Snow Patrol. Kann durchaus in die Schiene von Run und Chasing Cars geschoben werden. Ich könnte jedesmal heulen bei den Worten

"When you took the call
How could you know
That he’d slipped away last night
And you wish you went home days ago
To say goodbye, or just hello"

Oh mein Gott. Ich denke, jeder der schon mal einen lieben Menschen verloren hat, weiß, wovon er singt.


The Garden Rules

Gary gärtnert anscheinend in letzter Zeit öfter rum ... zumindest kommt das Wort "garden" in mindestens drei Songs vor, hier sogar im Titel. Nun ja, davon angesehen, der erste Song nach vier Krachern, den ich nicht unbedingt haben müsste. Leider sind alle langsamen Songs diesmal sehr getragen. Eigentlich schade, denn ich liebe es, wenn Gary leise Lieder singt, denn er kann das eigentlich perfekt ohne schmalzig zu werden. Darauf lege ich großen Wert, schon immer. Aber mit "You'll never know how much I love you so" kann ich jetzt nicht wirklich warm werden und der Grat zum Schmalz war offenbar zu schmal und irgendwie kippte er rein in den Kübel. Und dann das Ganze mit Chor obendrauf wird mir echt zuviel.


Fallen Empires

Der Titeltrack ist genial. Viele Kritiker in Zeitungen schrieben, er sei langweilig. Nun, man sollte das Teil halt nicht nach einer Minute oder zwei wegskippen. Der Aufbau, vor allem die Steigerung des Songs ist nicht von schlechten Eltern. Also wenn ich im Fitnessstudio aufm Rad sitze, läuft der Song auf "Wiederholung". Der pusht mich durch 15 bis 20 Minuten schnell fahren ohne Probleme. Uns selbst dann kann ich noch "we are the light, we are the light" singen.


Berlin

Instrumental. Blah. Hätte man sich meiner Meinung nach sparen können.


Life-ning

Die Akkorde am Anfang habe ich schon gehört. Eher oder später. Irgendwie. Egal, ich bin zwar froh jetzt zu wissen, was er vom Leben erwartet und ich empfinde den Song nicht so grausam anzuhören wie "The Garden Rules", aber trotzdem pffffft.


NewYork

Hab ich in London das erste Mal gehört und habe mich gleich verliebt. Ja, auch getragen, aber die Intensität mit der der Song gesungen wird, ist unschlagbar und alles ohne Schmalz. Man glaubt sofort jedes Wort. Wünschte, Gary's Stimme käme auf der Platte noch stärker raus, weil viele Instrumente mit drin sind, aber da ich den Song eben schon live gehört habe, mache ich mir fürs nächste Konzert da keine Gedanken. Aber der Songschluß ... Mann, langsam dürften die Jungs wissen, wie man einen Song aufhört. Egal. Auf dem Cover habe ich gelesen, dass John McDaid mitgeschrieben hat, das gefällt mir. Ich hoffe, der Mann tourt auch weiterhin mit SP.


In the End

Endlich wieder Uptempo. Yes! Man singt relativ schnell mit. "In the end, there's nothing more to life than love is there? In the end, it's time for us to lose our weary minds". Wird live bestimmt gut.


Those Distant Bells

Hier wars! Wieder der gleiche Anfang wie Life-ning. Zumindest ähnlich. Der Song ist nicht schlecht, habe ich auch schon live gehört, da gefällt er mir besser.


The Symphony

Mein erster Eindruck war: boah, nö eh! Tanzmusik oder was? Die Keyboards!! Nach ein paarmal hören wird der Song besser und man findet plötzlich Gefallen dran. Ist zwar auch kein Kracher, aber zum Autofahren ideal.


The President

Wieder mit Orchester ... und bei Depressionen ist von dem Song abzuraten. Definitiv. "And it's broke before you know it/before you knew what it was for/all you know is you can't fix it/and you wish you'd listened more/to your instincts and your family/to wisdom you'd ignored/are you finally gonna ask us for help?" Der Song ist starker Tobak. Starker Text, keine Frage.


Broken Bottles Form A Star (Prelude)

Ist auch instrumental und irgendwie überflüssig.

Fazit: Scheint, ich mag lieber die Songs, die Gas geben. Im Großen und Ganzen mag ich die CD. Ein paar Songs werden in Zukunft wahrscheinlich eher weitergedrückt werden, aber zuviele werdens nicht. Jetzt werd ich mir dann bald noch die "Reworked" DVD, Live at Royal Albert Hall, reinziehen, denn das Konzert hatte ich verpasst. Na, wofür habe ich mir denn das Deluxe Album gekauft? :-)

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