Dienstag, 18. Juni 2013

Rosi

Liebe Rosi, 
es gibt Menschen im Leben, von denen man irgendwie glaubt, sie würden für immer leben. Weil sie nicht wegzudenken sind. Wenn dann ein so wertvoller Mensch wie Du doch stirbt, ist man ein wenig überrascht und dann sehr traurig. Ich bin unendlich froh, Dich kennengelernt haben zu dürfen und werde immer mit Dankbarkeit an Dich zurückdenken. Ohne Dich hätte ich niemals meine Voltigiergruppen damals so weit gebracht. Ich denke, das geht vielen Voltigiertrainern in Bayern heute so. Du warst der absolute Voltigier-Guru. Die Voltigiermama. Ich hätte  meinen Trainer C ohne Deinen Zuspruch, oder sollte ich sagen, ohne Deine Rüffel, nicht gemacht. Garantiert. Geschweige denn die Trainer B Lizenz. Du hast immer gewusst, was in Menschen steckt. Ha, oder auch nicht steckt! Dein trockener Humor war genau mein Ding, nein, die Autofahrt mit Dir und Beate und das damit verbundene Gespräch wird mir immer im Gedächtnis bleiben. Deine Energie und Dein Engagement war schlichtweg nur bewundernswert. Wenn sich sonst niemand um etwas kümmerte, dann machtest es eben Du. Selbst als Dich die Parkinsonkrankheit tückischerweise heimsuchte und Du keine anständige Selbsthilfegruppe in der Gegend fandest - dann hast halt Du eine gegründet! Nur nicht kleinkriegen lassen. Jetzt heißt es jedoch Abschied nehmen, was nicht ganz leicht fällt, obwohl ich schon ein paar Jahre den Voltigiersport  in den Hintergrund gerückt habe. Aber das löscht nicht die Erinnerung. Rosi, ruhe in Frieden. Aber so wie ich Dich kannte, machst Du selbst im Himmel weiter...

Rosemarie Haenchen war über 40 Jahre lang eine der wichtigsten und treibensten Kräfte im Voltigiersport, Landesbeauftragte, internationale Richterin und Landesbeauftragte. Sie verstarb am 16.06.2013 im Alter von 84 Jahren.

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